Geschichte des WSV


Es war der dreißigste November 1962 herangereift, als sich endlich die Sehnsucht der Freunde des Wassersports auf der Weser mit der Tatkraft Bahn brach, die in der Gaststätte Nordhausen zu Hoya zur Gründung eines Kanuvereins führte. In derselben Gaststätte wurde der Vereinsstander gekürt. „Der Vereinsstander zeigt auf rot-weißem Grund das Symbol eines Faltbootes mit quergestelltem Paddel in blauer Farbe und den Insignien KVH“. 100 DM von jedem der sieben, bald neun Pioniere füllten die Kasse. Die erste Vereinssitzung wurde anberaumt und das kameradschaftliche, sportliche Treiben begann.


Bild "gruendung.jpg" Gründungsmitglieder anläßlich des 40 jährigen Bestehens am 01.März 2003.
Obere Reihe v.l.: Manfred Röhrig, Helmut Sprado, Heinz Behrens Bild "kreuz.png", Eberhard Groke.
Untere Reihe v.l. Karl-Friedrich Polstorff Bild "kreuz.png", Richard Lange Bild "kreuz.png", Henry Meyer, Ludwig Böger Bild "kreuz.png" als derzeitiger 1. Vorsitzender


Die Keimzelle des späteren WSV Hoya bestand zunächst in nichts weiter als einem kleinen hölzernen Schuppen, gestrichen mit der Farbe Ducolux 88-8, in dem ein paar Einer untergebracht werden konnten. Auf der Suche nach einer geeigneten Bootsunterkunft wurde man ein Jahr später fündig. Der Schleusenwärter Kameier stellte für die Sommermonate eine Scheune zur Verfügung, und zwar genau an dem Platz, an dem unser heutiges Vereinsheim steht. Die Vereinsmitglieder entfalteten eine rege sportliche Tätigkeit, und die Kilometerleistung wurde jedes Jahr gesteigert.

Das Jahr 1966 brachte entscheidende Auswirkungen für die Aufwärtsentwicklung des Vereins. Eine neue Satzung wurde beschlossen, der Neubau eines Bootshauses, nach Renovierung der Scheune, ins Auge gefasst. Die alte Scheune an der Mündung des Meliorationshauptkanals in die Weser wurde beseitigt. Das riesige Gestände, mit dessen Hilfe die Schleusentore auf- und zugekurbelt wurden, verschwand.  Der Wasserverband  Geestrandgraben übereignete dem Verein ein Grundstück vor und hinter dem Weserdeich vom Schleusengelände.
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1969, wir zählten inzwischen 60 Mitglieder, wurde unser neues Bootshaus und Vereinsheim eingeweiht. Hier haben unsere Kameraden etwas geschaffen, das nur mit sehr viel Arbeit, vielen Opfern und einem ungeheuren Aufwand an Idealismus und Energie verwirklicht werden konnte. Diese zupackende und freundschaftlich-verlässliche Einstellung prägt seit der Gründung unseren Wassersportverein, wie das Wachsen und Gedeihen des Vereins und besonders alle späteren Bauvorhaben bezeugen.

Die Aufnahme der Segler führte zur Umbenennung in „Wassersportverein Hoya e.V.“. Unser Sportboothafen mit seinen diversen Anlagen wurde gebaut, so dass sich das erste große Jubiläum 1987 zu einem weithin beachteten Fest gestaltete. Gründungsmitglied Karl-Friedrich Polstorff erinnerte stolz und tief bewegt an die Gründerjahre. Es ist für uns Nachfolger eine Ehre, in solcher Tradition zu stehen und sie weiterhin zu pflegen.

Auch in den folgenden Jahren wurden unsere Vereinsanlagen in freiwilliger Arbeit unserer Mitglieder verschönert und modernisiert. Wir erfreuten uns über eine stetig positive Entwicklung, mit der ein reges Vereinsleben einherging. Auch diverse befreundete Vereine und Organisationen nutzen unser Gelände für ihre Veranstaltungen. Durch diese Kooperationen entstehen wertvolle Freundschaften und Kontakte. Im Jahr 1993 kam der Shantychor zu uns, dessen öffentliche Auftritte, u. a. bei Benefizkonzerten und in den Hafenkonzerten von Radio Bremen, ein willkommenes Aushängeschild sind (siehe auch Menüpunkt Shantychor). Ein besonderer Höhepunkt in diesen Jahren war die Einweihung der Winter-Lagerhalle im Jahr 1995, die einen wichtigen Meilenstein der Vereinsgeschichte markierte.

Zum Vereinsleben gehören auch gemeinsame Fahrten. Wir haben kleine und große Törns unternommen – auf Gewässern Norddeutschlands, der Niederlande und der Ostsee, aber auch bis nach Frankreich und zum Mittelmeer. Auch dadurch sind interessante Kontakte entstanden, sodass unser Verein heute einen guten Ruf als Anlaufstelle für Wassersportler aus Deutschland, den Niederlanden, Dänemark und Schweden hat, was sich an den Zahlen für die Gastlieger und Übernachtungen ablesen lässt.